FC Basel: Jubel und Tränen
BASEL (mek). Der FC Basel hat am Mittwochabend zum dritten Mal in Folge die Schweizer Meisterschaft gewonnen. Große Spannung herrschte beim letzten Heimspiel der Saison gegen die Young Boys Bern aber nicht mehr. Denn der Titelgewinn war schon seit Wochen in trockenen Tüchern und auch im Pokal setzten sich die Basler, die durch den Rauswurf vom Manchester United und einem 1:0-Heimsieg gegen Bayern München in der Champions League in dieser Saison für Furore sorgten, durch. Viel emotionaler war für viele Basler Spieler die große Abschiedszeremonie vor dem Spiel: Mit Scott Chipperfield, Benjamin Huggel, Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka beendeten zwei langjährige Leistungsträger ihre Karriere und zwei junge Talente wandern in Richtung Bundesliga (Bayern und Gladbach) ab. Die Meisterfeier nach der 1:2-Niederlage (die niemanden interessierte…) wurde hingegen eher zum gemütlichen Familienfest, mit Spielernachwuchs, Ehrenrunde und “Pokale teilen” mit den Fans.
- Der Meisterpokal
- Pokalübergabe
- Pokalübergabe im Goldregen
- Gruppenfoto
- Die Kinder der Spieler bringen die Trophäe für den Pokalsieg
- Benjamin Huggel mit den beiden Pokalen
- Bitteschön, für euch – Alex Frei präsentiert den Fans die beiden Pokale
- Basler im Anflug
- Der Sohn von Jacques Zoua hat Musik im Blut
- Granit Xhaka – der teuerste Einkauf von Borussia Mönchengladbach – verabschiedet sich von den Basler Fans
- Trainer Heiko Vogel feiert mit den Fans
- Einmal anfassen – Alex Frei bringt den Pokal zu den Fans in der Muttenzer Kurve
- Keine Attrappe – die Fans in der Muttenzer Kurve mit dem Meisterpokal
- Hatte gut Lachen – Trainer Heiko Vogel
- Was machst du da Papa? Scptt Chipperfield verabschiedet sich von den Fans – sein Sohn (2. von rechts), der in der FCB-Jugend aktiv ist, wundert sicht
- Traurig: Valentin Stocker, Philipp Degen, Marco Streller und Alex Frei können ihre Tränen nicht verhindern, als Benny Huggel verabschiedet wird
- Wird in Basel fehlen: Xherdan Shaqiri verabschiedete sich mit einem schönen Distanzschuss zum 1:1-Zwischenstand aus Basel.
- Markus Steinhöfer
- und Tschüss – Xherdan Shaqiri bei der Auswechslung
- Scott Chipperfield bei seinem wohl letzten Kopfball als aktiver Spieler
- Valentin Stocker im Duell mit Torwart Wölfli
- Scott Chipperfield scheiterte kurz vor Schluss an Wölfli – doch der Australier nimmt es gelassen
- “Feurige Stimmung” im Basler Block
- “Ich wollte doch keine Bierdusche” – Heiko Vogel
- Die Pokalübergabe
- Genséric Kusunga verliert bei einem Salto seine Medaille – und da sag mal noch einer die Canon 5 D Mark II sei keine Sportkamera…
- Genséric Kusunga verliert bei einem Salto seine Medaille
- “Look, he wants to take a photo….” Scott Chipperfield posiert mit seinem Sohn
Der FC Basel schafft die Sensation
BASEL (mek). Der FC Basel hat gestern Abend im letzten Gruppenspiel der Champions League die Überraschung geschafft und durch einen 2:1-Sieg gegen Manchester United (Hinspiel 3:3) das Achtelfinale erreicht. Der englische Vorjahresfinalist ist hingegen ausgeschieden. Hier kommen ein paar Impressionen rund ums Spiel im Basler St. Jakobpark.
- Alex Frei jubelt über das Tor zum 2:0
- Das kann Ryna Giggs kaum glauben: Cabral schnappt ihm den Ball weg
- Wayne Roonie im Duell mit Aleksandar Dragovic
- Die Basler Fans feiern den Sieg
- Alex Ferguson umringt von den Fotografen vor dem Anpfiff
- Ein sichtlich geknickter SIR Alex Ferguson bei der Pressekonferenz
- Granit Xhaka freut sich
- Vor dem Spiel regnete es noch stark – während dem Spiel war es zum Glück trocken
- Ryan Giggs war ratlos
- Immer schön die Remote-Kamera wasserdicht einpacken…
- Park Ji-Sung hat sich ordentlich eingesaut ;-)
- Wyne Rooney verlässt enttäuscht den Platz
- Markus Steinhöfer beim Einwurf
- Der Schuss von Ashley Young wird von Markus Steinhöfer geblockt
- Die beiden Torschützen: Marco Streller und Alex Frei
- Marco Streller und Fabian Frei küssen Alex Frei nach dessen Tor zum 2:0
- Marco Streller bedankt sich bei den Fans
- Vidic verletzt sich im Zweikampf mit Streller
- Vidic verletzt sich im Zweikampf mit Streller
- Basler Freude über das 2:0
- Nemanja Vidic wird verletzt vom Platz getragen
- Trainer Heiko Vogel nach dem Schlusspfiff
FC Basel verteidigt Meistertitel
BASEL (mek). Der FC Basel hat am letzten Spieltag den FC Luzern mit 3:0 besiegt und sich damit erneut die Schweizer Meisterschaft gesichert. Der Abend im Schnelldurchlauf, leider fehlt das 2:0 und 3:0 weil das UMTS-Netz der Swisscom dermaßen langsam war und ständig abbrach, so dass ich nur mit dem Schicken eines aktuellen Fotos beschäftigt war. Doch am Ende zählte sowieso nur noch der Pokal…
FC Basel vs. Spartak Moskau

BASEL (mek). Der FC Basel hat es gestern im heimischen St. Jakobpark verpasst, sich für das Rückspiel im 1/16-Finale der Europa League gegen Spartak Moskau, eine gute Ausgangssituation zu erarbeiten. Die Basler verloren nach Toren von Alex Frei und Marco Streller in der ersten Halbzeit am Ende dennoch mit 2:3 Toren.
Für mich war es das erste Fußballspiel seit langem und ich habe mir natürlich prompt die falsche Seite ausgesucht – “definitely the wrong side…”, meinte auch der Reuters-Kollege neben mir, nachdem der Ball zum fünften Mal auf der anderen Seite des Feldes im Netz lag. Kurz darauf durfte er dann seine unbenutzte Hintertorkamera auf unserer Seite wieder abbauen.
Ein paar Fotos gab es trotzdem:
FCB vs FCB – Klose trifft doppelt

Miroslav Klose (Muenchen) erzielt das Tor zum 1:2, Torwart Stefan Wessels (Basel) verwechselt Kopf und Ball.
BASEL (mek). Mit 3:1 für den deutschen FCB endete gestern Abend vor rund 20000 Zuschauern im eiskalten Basler St. Jakobspark das Testspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Bayern München. 73 Minuten lang sah es so aus, als ob der Schweizer Gastgeber mit seinem Ex-Bayern Thorsten Fink als Trainer den Deutschen Rekordmeister ärgern könnte, doch dann folgte die Bayern-Viertelstunde. Altintop (73.) und zwei Klose-Treffer (85./87.) sorgten für die Wende. Hier ein paar Impressionen rund ums Spiel.
- Louis van Gaal gibt sich vor dem Anpfif publikumsnah
- Schnee gab es im Stadion nur im Sitzbereich der Fotografen
- Ein nachdenklicher Bayern-Coach
- Bastian Schweinsteiger gegen Cagas Atan
- Thomas Müller gegen Behrang Safari
- Ivica Olic kam trotz Minusgraden ins Schwitzen
- Nein, das Vögelchen hat den Rasen nicht so umgepflügt
- Dieser Junge wollte wohl das Trikot von Ivica Olic
- Mario Gomez markiert den starken Mann
- Alte Bekannte aus Bayern-Zeiten: Basels Trainer Thorsten Fink im Gespräch mit Bayern-Manager Christian Nehrlinger.
- Cagdas Atan versucht den Ball mit einer Art Volleyball-Bagger vor Thomas Müller zu klären
- Der doppelte David: David Abraham gegen Bayern-Nachwuchs David Alaba
- Miro Klose einen Schritt vor Serkan Sahin
- Miro Klose erzielt das Tor zum 2:1 für Bayern, Ex-Bayern Keeper Stefan Wessels verwechselt Kloses Kopf mit dem Ball
- und kann sich in der Luft nur noch am Torschützen festhalten, während der Ball ins Netz fliegt
- Großer Jubel sieht anders aus, aber wenigstens David Alaba freut sich
- Noch ein Nachwuchsbayer – Mehmet Ekici
- Miro Klose erzielt das 3:1 für Bayern, Francois Marque kommt zu spät
- Klose will wieder nicht jubeln…
- aber bedankt sich immerhin hinterher bei den zahlreichen Bayern-Fans
ISO 12800 und immer noch zu dunkel…
RHEINFELDEN (mek). Gestern Abend fand im Europa-Stadion in Rheinfelden anlässlich des 100-jährigen Geburtstags des örtlichen Fußballvereins ein Freundschaftsspiel zwischen dem SC Freiburg und dem FC Basel statt. Dass das Spiel am Abend unter Flutlicht austragen wurde, sorgte bei den Fotografen allerdings für Kopfschütteln. Meine Canon EOS 1D Mark II habe ich ganz schnell wieder in den Koffer gepackt und selbst die 5 D Mark II stieß bei dem “Kerzenlicht” an ihre Grenzen. Nicht nur dass der Platz sehr ungleichmäßig ausgeleuchtet war, auch ISO 12800 und Werte von 1/500 s bei Blende 2,8 sorgten je nach Position auf dem Spielfeld für um rund eine Blende unterbelichtete Fotos… Von der Trainerbank fange ich lieber erst gar nicht an.
Aus sportlicher Sicht hat der Bundesligist mit 3:2 gewonnen, ein “Fotograf” sorgte kurz vor Schluss für große Belustigung bei den rund 2000 Zuschauern und für Kopfschütteln bei Schiedsrichter, Spielern und Fotografen als er aktiv ins Spiel eingriff. Der Ball befand sich noch im Spiel und rollte parallel zur Grundlinie, als der “Fotograf” plötzlich einen Schritt nach vorne machte und den Ball einem Basler Verteidiger zu spielte.
Hier ein paar “rauschige” Impressionen
- Abendhimmel über dem Stadion
- Toller Empfang für die Spieler zum Aufwärmen
- Schweigeminute für Robert Enke und Achim Stocker
- Zweikampf
- Mo Idrissou beim Kopfball vor einer Straßenlaterne…
- Volle Tribüne
- Felix Roth jubelt über das 1:0
- Auch die restlichen Spieler jubeln mit
- Statt Ersatzbank gab es Stühle aus dem Festsaal…
- Laufduell
- Zweikampf II
- Die Fans stürmen mit dem Schlusspfiff das Spielfeld
Bayern da – Kamera weg, Bayern weg – Kamera wieder da
FREIBURG (mek). Am Rande des Heimspiels des SC Freiburg gegen den FC Bayern München im badenova-Stadion am vergangenen Samstag ist mir eine Canon EOS Mark II mit einem aufgesetzten EF 70-200mm L USM IS “abhanden gekommen”. Ich hatte mich nach dem Schlusspfiff vom Spielfeld weggedreht und war eifrig am Fotos vertexten und verschicken. Meine Kameras hatte ich neben mich auf den Boden gelegt, nachdem ich die Speicherkarten rausgeholt hatte. Nach ca 5-10 Minuten Bearbeitung fiel mir auf einmal das Fehlen der eingangs erwähnten Kamera-Objektiv-Kombination auf.
In großer Panik suchte ich vergebens die Umgebung ab und fragte bei den rings herum sitzenden Kollegen nach, doch die Kamera tauchte nicht wieder auf. Also dem Ordner und dem Pressesprecher Bescheid gesagt und alle verrückt gemacht. Nach der PK, mehreren Gesprächen und intensiver Suche, hatte ich die Kamera schon aufgegeben und mich mit dem Diebstahl im Innenraum abgefunden. Doch gute 40 Minuten nach Spielende wollte ein Freiburger Kollege seine NIKON(!!!)-Kombi aus Kamera und 70-200mm in seinen Koffer packen und stellte überraschend fest, dass das Fach bereits belegt ist… Der Fotograf saß im Innenraum neben mir und ich muss beim Umdrehen die Kamera statt neben mich, auf seinen Koffer gelegt haben und er hat sie ohne es zu bemerken eingepackt. Auf jeden Fall lege ich für diesen Fotografen meine Hand ins Feuer – Absicht war es mit Sicherheit nicht. Da muss man sich doch eher die Frage stellen, ob nicht zu viel Hektik am Spielfeldrand herrscht, beziehungsweise ob der Arbeitsraum im Freiburger Stadtion für die Fotografen bei einem Bundesligaspiel (mit hochkarätiger Beteiligung) nicht einfach viel zu klein ist und auch die Gegenseite zugänglich sein müsste (Oder eine andere Lösung gefunden wird). Schließlich teilen sich alle Fernsehsender, alle Fotografen (ca 40 am Samstag), rotes Kreuz, Security, Rollstuhlfahrer und Ersatzspieler den Seitenbereich vor der Hauptribüne .
Also nochmal Glück gehabt und der Pressesprecher wollte schon Metalldetektoren für den Innenraum bestellen, jetzt wo die Fotografen beklaut werden.
Hier trotzdem noch ein paar Fotos vom Spiel:
- Russische Beinschere
- Der regnerische Innenraum bzw. der “Tatort” des vermeindlichen Diebstahls vor dem Spiel
- FCB-Trainer Louis van Gaal blieb die komplette Spielzeit unter dem Dach der Ersatzbank und trat nicht an die Seitenlinie für Kommandos
- Schnappschuss nach dem Aufwärmen
- Die “Torschützen” im Duell
- Pouplin rettet vor Luca Toni
- Thomas Müller jubelt mit Luca Toni und van Bommel über das 0:1
- SC-Trainer Dutt ist nicht gleicher Meinung mit Schiedsrichter Manuel Gräfe
- Klose jubelt über Cha´s Eigentor, Pouplin kann es nicht fassen
- Der Schütze des spektakulären Eigentors Du-Ri Cha
- Schweinsteiger tröstet den Unglücksraben Du-Ri Cha
Europea League: FC BASEL vs AS ROM
BASEL (mek). Im ersten Gruppenspiel der neu gegründeten UEFA Europa League hat der FC Basel gestern Abend die AS Roma mit 2:0 (1:0) besiegt. Carlitos (11.) brachte den Gastgeber durch einen Distanzschuss früh in Führung und der eingewechselte Almerares (87.) sorgte mit seinem Solo für den Endstand. Eine für Fotografen unschöne Neuheit waren dabei die erstmals eingesetzten Schiedsrichter zwischen Tor und Eckfahne (jeweils auf der rechten Seite vom Tor, wenn man dahinter sitzt). Bei jedem Eckball und bei jeder Strafraumszene versperrte der Unparteiische den Fotografen zumindest teilweise die Sicht, bzw. stand immer genau im Weg. Außerdem dürfen die neuen Hilfsschiedsrichter (anders als die Linienrichter) auch ins Feld hinein laufen…
Ich habe bei der Partie zum ersten Mal meine Canon EOS 5D Mark II bei einem höherklassigen Fußballspiel am langen Tele ausprobiert und wurde weder vom AF, noch von der Ausbeute (trotz der reduzierten fps im Vergleich zur “Einser”) nicht enttäuscht. Es kommt eben einfach auf das richtige Timing an. Mit dem 300er ist es allerdings etwas kurz, so dass ich den 1,4 Konverter den kompletten Abend im Einsatz hatte. Also 420mm bei einer Offenblende von 4, wobei ich meistens auf 4,5 oder 5 abgeblendet habe und die ISO-Anzeige auf 4000 oder 5000 stand. Die Strafraumszenen sind mit der Canon EOS 1 D Mark II und dem 70-200mm entstanden.
Hier ein paar Ergebnisse – teilweise etwas gecroppt – aber dafür sind bei 21 MP auch genügend Reserven:
- Römische Legionäre
- Schiedsrichterassistent auf seinem neuen Posten
- Carlitos jubelt mit Safari und stocker über das 1:0
- Fanjubel nach dem 1:0, Taddei (11) ärgert sich
- Marco Streller
- Marco Streller vs. Marco Motta
- Stefano Guberti vs. Carlitos
- Carlitos vs. Mirko Vucinic
- Valentin Stocker und Alex Frei
- Trainer Thorsten Fink
- Rom gerät ins Straucheln
- Seitfallzieher von Marco Streller an die Latte
- Federico Almerares trifft zum 2:0 gegen Julio Sergio
- Federico Almerares aus dem Häusschen nach seinem Tor
Wochenrückblick Juni/Juli 2009

FREIBURG/LÖRRACH/BASEL (mek). So jetzt habe ich es auch endlich geschafft mal wieder ein paar Fotos hochzuladen. Ist nichts besonderes, sondern nur ein bißchen des “Daily Works” der letzten Wochen: Fußball-Mannschaftsvorstellungen, lokale Sporttermine und auch ein wenig Musik:












Das Ende einer GROSSen Ära
BASEL (mek). Am Freitagabend ging im Basler St. Jakobpark mit dem letzten Saisonspiel der Super League zwischen dem FC Basel und YB Bern gleichzeitig die zehnjährige Trainerlaufbahn von FCB-Coach Christian Gross zu Ende. Der FC Basel verlor am Ende einer schwachen Saison nicht nur das Spiel mit 0:3, sondern auch noch den zweiten Tabellenrang an die Berner. Ich war mit der Kamera vor Ort und habe den letzten Auftritt sowohl auf die Speicherkarte, als auch auf meinen Notizblock festgehalten und einen Artikel für “Die Oberbadische” darüber geschrieben:

0:3 – der Abschied von Christian Gross beim FC Basel / Wechsel in die Bundesliga?
Von Kristoff Meller Basel. Eigentlich war am Freitag um 22.07 Uhr alles wie immer, als der Schlusspfiff im St.Jakobspark ertönte. Der Basler Trainer Christian Gross klatschte mit Betreuern und Spielern auf der Ersatzbank ab und ging anschließend auf direktem Weg durch die Senftube in die Stadionkatakomben, als wäre es ein ganz normales Ligaspiel.
Keine Tränen, kein Blumenstrauß zum Abschied. Nur die Standing-Ovations und der große Applaus der 27 526 Zuschauer trotz der 0:3-Schlappe des FC Basel im letzten Saisonspiel gegen Young Boys Bern. In der Muttenzer Kurve prangte das Plakat mit der Aufschrift danke für das GROSSe Jahrzehnt und die Kameraleute rund um den winkenden Fußballlehrer mit einem leichten Grinsen im Gesicht, ließen die Situation besonders wirken.
Als aus den Lautsprechern Tougher than the rest von Bruce Springsteen erklang, so wie es sich der FCB-Coach für seinen letzten Abgang gewünscht hatte, war die Hauptperson des Abends in seinem dunklen Anzug mit rot-blauem Tuch in der Brusttasche und braunen Lederschuhen schon nicht mehr auf dem Rasen. Ich habe den Spielern eine Flasche Champagner spendiert und mich für die wunderbare Zeit bedankt, erklärte der Zürcher. Währenddessen lief auf der Videoleinwand noch einmal die Sequenz des winkenden Trainers in Zeitlupe.
Einen großen Abschied hatte Christian Gross nach zehn gemeinsamen Jahren im Vorfeld abgelehnt. Nach der kurzfristigen Entlassung und der spürbaren Kluft zwischen Vereinsführung und Trainer wäre es bloß eine Inszenierung gewesen. Die FCB-Präsidentin Gigi Oeri hatte schon das Champions-League Finale in Rom der Entlassungs-Pressekonferenz vorgezogen und auch am Freitagabend erhob sie sich nur beim Einmarsch der Teams von ihrem Schalensitz auf dem Balkon. Manchmal muss man unpopuläre Entscheidungen treffen, es gibt eben Situationen, in denen man spürt, dass nicht mehr zu erreichen ist, kommentierte Oeri die Entscheidung in einem Telefoninterview mit der Basler Zeitung aus Rom.
Unverständlich bleibt jedoch die im Dezember getätigte Vertragsverlängerung bis 2011, obwohl schon zuvor nicht mehr alles im Dreieck Trainer-Vorstand-Mannschaft passte. So kassiert der scheidende Trainer wohl eine größere Abfindung für seinen Rauswurf.
Keine Pokale, keine Champions-League und nur der dritte Ligaplatz. Nachdem Christian Gross auch von der Leinwand verschwunden war, ging der Applaus der Fans in ein großes Pfeifkonzert für die Mannschaft über. Die Enttäuschung beim erfolgsverwöhnten Club vom Rheinknie war mit Händen zu greifen. Die abgelaufenen Saison war die schlechteste seit acht Jahren. Die enttäuschende Abschiedsvorstellung der FCB-Akteure für ihren Trainer passte da perfekt ins Bild.
Es ist ein Schluss, den ich mir natürlich gerne anders gewünscht hätte, sagte Gross, dessen Draht zu seinen Spielern am Ende seiner Amtszeit teilweise unterbunden schien.
Vier Meisterschaften, vier Pokalsiege und zwei Champions-League-Teilnahmen erlangte der wohl erfolgreichste Schweizer Clubtrainer mit seinen Schützlingen. Doch auch die schwache Saison 2000/2001 sowie das verlorene Meisterfinale gegen Zürich und die gewalttätigen Ausschreitungen im Anschluss, sind traurige Höhepunkte seiner Ära. Es überwiegen aber bei weitem die positiven Momente, betonte Gross auf seiner letzten Pressekonferenz. Es war eine emotionale und intensive Zeit, in einer wunderbaren Stadt, bei einem wunderbaren Klub mit fantastischen Fans.
Zuvor sorgte beim FCB-Trainer nur das 0:1 durch Baykal in der 50. Minute nochmals für eine Gefühlsregung. Die beiden anderen Gegentreffer nahm Gross resignierend hin und verharrte wie versteinert in seiner Coaching-Zone.
Das Kapitel FC Basel ist für Christian Gross abgeschlossen und seine Zukunft sei völlig offen, hielt sich der arbeitslose Übungsleiter bedeckt. Gross wird jedoch bereits mit mehreren Bundesliga-Klubs in Kontakt gebracht und deutete an, sich auf weitere spannende Lebensjahre zu freuen. Es war wohl nicht das letzte Mal, dass der 54-Jährige an der Seitenlinie stand.
Ins Berner Stade de Suisse fährt der Mann mit der Glatze als Markenzeichen auf jeden Fall bald wieder. YB-Trainer Wladimir Petkovic überreichte dem Musikfan bei seiner letzten Pressekonferenz nämlich zwei Karten für das Bruce Springsteen-Konzert am 30. Juni. Vielleicht kann Gross dann endlich sein Lieblingslied Tougher than the rest in voller Länge im Stadion genießen.
Weitere Fotos:
Einmarsch zum letzten Spiel:
Vor dem Anpfiff:

Die Muttenzer Kurve inklusive Gross-Plakate (rechts und links oben) beim Anpfiff:
Der letzte Gang in Richtung Spielfeld nach der Halbzeitpause:

Frust nach dem Gegentor zum 1:0 für Bern:
Der Schlusspfiff – Verabschiedung der Spieler und Betreuer bei der Ersatzbank:
Gruß an die Fans:

und dann schnell in die Kabine:
Die letzte Pressekonferenz:
Das letzte Interview:
Schweizer Spitzenduell
BASEL (mek). Der FC Basel hat im gestrigen Spitzenspiel der Schweizer Super League den Tabellenführer FC Zürich mit 2:1 (0:1) geschlagen. Nach dem frühen Treffer zum 0:1 (14.) durch Hassli, drehte der Tabellenzweite die Partie nach der Pause und gewann durch die Tore von Jürgen Gjasula (55.) und Scott Chipperfield (78.).

Nicht nur innerhalb des Stadions verfolgten die Fans das Spitzenduell

Voller Einsatz Florian Stahel gegen Valentin Stocker

(Verbotenes) Feuerwerk im Züricher Block nach dem Führungstreffer

Valentin Stocker im Duell mit dem Züricher Hannu Tihinen

Onyekachi Okonkwo foult Ivan Ergic

Zwei Mal Gelb-Rot: Florian Stahel (64.) und Reto Zanni (77.)

Torschütze Jürgen Gjasula trägt den Ball zum Mittelkreis nach dem Ausgleichstreffer

Glückwünsche für den Torschützen

Freude und Frust: Basler Jubel über den 2:1- Siegtreffer und der chancenlose Züricher Torwart Johnny Leoni

Der Vorbereiter Benjamin Huggel schreit die Freude heraus

und auch die Fahne flattert weiter im Aufwind








































































































































